Eltern- und Familienbildung am Wochenende

Um Familien in besonderen Partnerschafts- und Familienphasen zu unterstützen, gewährt der Freistaat Bayern Zuwendungen für die Eltern- und Familienbildung am Wochenende aus Haushaltsmitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration im Wege der Projektförderung.

Die entsprechenden Wochenendseminare werden von den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege und den ihnen angeschlossenen Organisationen angeboten und durchgeführt.

Die Zuschüsse sind eine freiwillige Leistung des Freistaats Bayern im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.

Im Zuge des Neuabschlusses der Rahmenvereinbarung zwischen den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom 10.03.2016 wurden einige Änderungen bei der Förderung der Eltern- und Familienbildung am Wochenende (Wochenendseminare) beschlossen.
Hier die Wichtigsten für Sie im Überblick:  

Erhöhung der Einkommensgrenzen

  • für allein erziehende Eltern mit einem Kind von 15.600,00 € auf 19.000,00 €
  • für beide Eltern mit einem Kind von 17.400,00 € auf 20.500,00 €

Zeitpunkt der Buchung
Es werden nur Wochenendseminare gefördert, für die noch keine Buchung beim Veranstalter erfolgt ist.
Die Buchung des Wochenendseminars darf erst nach Erhalt unseres Zuwendungsbescheides erfolgen. Eine unverbindliche Reservierung ist zulässig.

Für Wochenendseminare im Jahr 2016 ist eine Antragstellung auch nach erfolgter Buchung des Seminars möglich (Ausnahmeregelung). Der Antrag muss jedoch in jedem Fall vor Beginn des Seminars gestellt werden.

Höhe der Förderung
Die Förderung wird nicht mehr unabhängig von den tatsächlichen Kosten des Wochenendseminars ausbezahlt.
Im Antrag sind die voraussichtlichen Ausgaben für das Wochenendseminar (Seminargebühr, Fahrtkosten, sonstige Nebenkosten) anzugeben. Die Förderung beträgt maximal 90 % der voraussichtlichen Ausgaben, da 10 % Eigenmittel anzusetzen sind.
Eine Auszahlung der Zuwendung ist maximal in Höhe der belegbaren Ausgaben abzüglich einer etwaigen Kostenbeteiligung anderer Stellen möglich.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang somit auch, dass alle im Zusammenhang mit dem Wochenendseminar entstandenen Ausgaben von Ihnen belegbar sein müssen, d.h. Sie müssen sich für alle Ausgaben Quittungen bzw. Rechnungen geben lassen und diese auf Anforderung dem ZBFS vorlegen können. Nicht belegbare Ausgaben können nicht berücksichtigt werden.

Des Weiteren sind Sie verpflichtet, diese Belege 5 Jahre zur Einsichtnahme aufzubewahren.

Welche Anspruchsvoraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Bitte beachten Sie, dass eine staatliche Förderung nicht erfolgen kann, wenn die Buchung des Wochenendseminars schon vor Erhalt des Zuwendungsbescheides erfolgt ist.
    In eiligen Fällen können Sie beim ZBFS eine Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragen, jedoch auch erst nach deren Erhalt buchen.
    Der Antrag soll spätestens drei Wochen vor Beginn des Wochenendseminars gestellt werden.
  • Der Hauptwohnsitz der Familie ist in Bayern.
  • Es handelt sich um ein Wochenendseminar für Eltern, Pflegeeltern bzw. Elternteile mit einem Kind bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, für das Kindergeld bezogen wird, oder für werdende Mütter bzw. werdende Väter.
    Wochenendseminare ohne Teilnahme von Kindern unter 18 Jahren sind somit nur bei werdenden Eltern förderfähig.
  • Ein getrennt lebender Elternteil, der mit seinen Kindern ein entsprechendes Wochenseminar besuchen möchte, für die der andere Elternteil aber das Kindergeld bezieht, kann grundsätzlich auch für sich und die Kinder die Zuwendung erhalten. Das gleiche gilt für sog. Patchworkfamilien.
  • Die Bildungswochenenden werden von den Freien Wohlfahrtsverbänden und den ihnen angeschlossenen Organisationen veranstaltet. Der Inhalt des Seminars muss sich schwerpunktmäßig auf die Unterstützung der Familien in den besonderen Familienphasen, vor allem vor und nach der Geburt eines Kindes sowie bei Erziehungsproblemen beziehen und von entsprechendem Fachpersonal (Sozialpädagogen und Dipl.-Psychologen) durchgeführt werden. Der zeitliche Rahmen muss mindestens 13 Unterrichtseinheiten umfassen und an den Wochenendtagen Freitag, Samstag und Sonntag stattfinden.
  • Die Einkommensgrenzen und Einkommensberechnungen entsprechen denen der Förderung von Familienerholung in Familienferienstätten.
  • Die Einkommensgrenzen und Einkommensberechnungen entsprechen denen der Förderung von Familienerholung in Familienferienstätten.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Tagespauschale beträgt je Veranstaltungstag:

  • Für jedes berücksichtigungsfähige Kind bis zu 23,50 € / Tag
  • Für jeden berücksichtigungsfähigen Erwachsenen bis zu 26,50 € / Tag

    Für Kinder unter einem Jahr wird keine Zuwendung gewährt

Im Antrag sind die voraussichtlichen Ausgaben für das Wochenendseminar anzugeben.
Die Förderung beträgt maximal 90 % der voraussichtlichen Ausgaben, da 10 % Eigenmittel anzusetzen sind.

Alle im Zusammenhang mit dem Wochenendseminar getätigten Ausgaben (z.B. Seminargebühr, Fahrtkosten etc.) müssen anhand von Belegen nachweisbar sein, d.h. die Belege für diese Ausgaben sind zu sammeln und auf Verlangen beim ZBFS vorzulegen.

Sie sind verpflichtet, diese Belege 5 Jahre zur Einsichtnahme aufzubewahren.

Eine Auszahlung der Zuwendung ist maximal in Höhe der belegbaren Ausgaben abzüglich einer etwaigen Kostenbeteiligung anderer Stellen möglich.

Wie ist die Verfahrensweise und welche Unterlagen werden benötigt?

  • Ein Programmheft der Veranstaltung (Flyer des Veranstalters)
  • Kopie eines aktuellen Kontoauszuges (mit Namen des Kontoinhabers) oder einer Bezügemitteilung zum Nachweis des Kindergeldbezuges (immer erforderlich)
  • Einkommensteuerbescheid des Jahres 2014 (eine Lohnsteuerbescheinigung allein genügt nicht). Wenn Sie nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden oder ein entsprechender Einkommensteuerbescheid noch nicht erteilt wurde, wird das anzurechnende Einkommen mit einem entsprechenden Einkommensfragebogen ermittelt (S. 4 des Antragsvordrucks)
    oder
    ein aktueller Bescheid über Leistungen nach dem SGB II
    (Arbeitslosengeld II) bzw. XII (Sozialhilfe) an Stelle des Steuerbescheides oder Einkommens-fragebogens, wenn Sie diese Leistungen zum Zeitpunkt der Antragstellung und voraussichtlich auch im Zeitraum des beantragten Seminars beziehen
  • Nach Eingang des Antrages und der entsprechenden Unterlagen wird der grundsätzliche Anspruch geprüft und Sie erhalten einen Bescheid darüber, ob eine Zuwendung gewährt wird und ggf. wie hoch diese maximal sein wird.
    Zudem erhalten Sie einen Bestätigungsvordruck übersandt, der vom Veranstalter am Ende des Seminars ausgefüllt werden muss.
    Bitte senden Sie diese Bestätigung umgehend nach Abschluss des Wochenendseminars an das Zentrum Bayern Familie und Soziales zurück.
    Nach Eingang dieser Bestätigung werden die Angaben überprüft und die zustehende Zuwendung an Sie ausbezahlt.
    Eine Vorauszahlung oder Abtretung des Zuschusses ist nicht möglich, auch nicht an den Veranstalter oder an eine andere Person.
  • Wenn die Bestätigung nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ende des bewilligten Seminars eingereicht wird, so erlischt die Bewilligung automatisch. Die in Aussicht gestellte Zuwendung wird dann nicht mehr ausgezahlt.

     

 

Wichtig

Die Zuwendung wird nach der Bildungsmaßnahme ausbezahlt. Eine Vorauszahlung oder Abtretung des Zuschusses ist nicht möglich, auch nicht an den Veranstalter oder an eine andere Person.

Unterlagen und Ansprechpartner

Für Fragen und Auskünfte zur Förderung steht Ihnen unser Servicetelefon zur Verfügung:

Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr

Telefon: 0921 605-3688

Anschrift:
Zentrum Bayern Familie und Soziales
Hegelstr. 2
95447 Bayreuth
Fax: 0921 605-3904
E-Mail: familienerholung.familienbildung@zbfs.bayern.de