Fragen zu den Elterngeld-Arten

Welche Elterngeldarten gibt es?

Es gibt drei Arten von Elterngeld:

  • BasisElterngeld
  • ElterngeldPlus
  • (Partnerschafts-)Bonus

Die Elternegldarten können frei gewählt und kombiniert werden.
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Bei der Beantragung von Elterngeld ist festzulegen, für welche Lebensmonate und von welchem Elternteil die jeweilige Leistung (BasisElterngeld, ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus) beansprucht wird. Unser Onlineantrag bietet Ihnen dazu eine komfortable Auswahlmöglichkeit.

Die Entscheidung, welche der einzelnen Leistungsarten – BasisElterngeld, ElterngeldPlus, (Partnerschafts-)Bonus – in welchem Zeitraum für Sie am günstigsten ist, hängt von Ihren persönlichen Lebensverhältnissen ab und kann daher nur von Ihnen getroffen werden.
Sie können Ihre Elterngeldarten individuell mit dem Elterngeldrechner planen.

Was ist das BasisElterngeld?

BasisElterngeld kann in der Zeit ab Geburt und längstens bis zur Vollendung des vierzehnten Lebensmonats bezogen werden (Rahmenfrist). Ein Elternteil kann BasisElterngeld grundsätzlich für

  • mindestens zwei Lebensmonate (Bezugsmonate) und
  • höchstens zwölf Lebensmonate (Bezugsmonate)

beziehen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der andere Elternteil für zwei weitere Monate BasisElterngeld erhalten (Partnermonate). Für Alleinerziehende besteht die Bezugsmöglichkeit von bis zu 14 Lebensmonaten.

Was ist das ElterngeldPlus?

Statt für einen Monat BasisElterngeld kann jeweils für zwei Monate ElterngeldPlus bezogen werden. Es beträgt maximal die Hälfte des BasisElterngeldes, das den Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt des Kindes zustünde (Deckelungsbetrag).

Beispiel:
Eine Mutter bezieht für neun Lebensmonate BasisElterngeld. Sie beginnt ab dem zehnten Lebensmonat in Teilzeit zu arbeiten. Es besteht noch Anspruch auf BasisElterngeld für drei Lebensmonate. Das Einkommen aus der Teilzeittätigkeit wird jedoch auf das BasisElterngeld angerechnet und fällt dadurch deutlich geringer aus, als wenn sie nicht arbeiten würde. Durch das ElterngeldPlus wird dieser Nachteil durch den längeren Bezug ausgeglichen: Die Mutter bekommt doppelt so lange ElterngeldPlus ausbezahlt. Es beträgt maximal die Hälfte des BasisElterngeldes, das der Mutter ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt des Kindes zustünde (Deckelungsbetrag).

Was ist der (Partnerschafts-)Bonus?

Eltern können für vier weitere Monate ElterngeldPlus beziehen. Voraussetzung hierfür ist, dass

  • beide Elternteile
  • während dieser vier Monate gleichzeitig
  • mindestens 25 und höchstens 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Lebensmonats erwerbstätig sind (Partnerschaftsbonus-Monate).


Es muss sich um vier aufeinanderfolgende Monate handeln. Eine Teilung ist nicht möglich. Entfällt bei einem Elternteil eine der Anspruchsvoraussetzungen auch nur für einen Monat, beispielsweise weil die Erwerbstätigkeit für einen Monat unterbrochen oder die zulässige Stundenanzahl über- oder unterschritten wird, so entfällt für beide Elternteile der gesamte Anspruch auf die Partnerschaftsbonus-Monate. Das für die Partnerschaftsbonus-Monate erhaltene Elterngeld muss dann zurückgezahlt werden.

Was sind Bonusmonate?

Alleinerziehende können ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen vier weitere ElterngeldPlus-Monate als Bonusmonate erhalten.

Wann lohnt es sich ElterngeldPlus zu beantragen?

Das ElterngeldPlus kann für Mütter und Väter von Vorteil sein, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten möchten. Mit ElterngeldPlus-Monaten können sie während ihrer Teilzeittätigkeit doppelt so lang die Förderung durch das Elterngeld in Anspruch nehmen. Die Höhe des ElterngeldPlus beträgt maximal die Hälfte des BasisElterngeldes, das der berechtigten Person ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt des Kindes zustünde (Deckelungsbetrag).

Diese Lösung ist auch für Eltern attraktiv, die ihre Neugeborenen gleichzeitig oder nacheinander über eine längere Zeit selbst betreuen möchten. ElterngeldPlus lohnt sich für alle Eltern, die nach der Geburt erwerbstätig sind und mehr als den Mindestbetrag beziehen.

Die Ausübung einer Teilzeittätigkeit ist jedoch nicht Voraussetzung für das ElterngeldPlus.