Bayerisches Krippengeld

Das Gesetz zur Einführung eines Bayerischen Krippengeldes wurde am 5. Dezember 2019 vom Bayerischen Landtag verabschiedet und ist zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Die Leistung wird ab diesem Zeitpunkt gewährt.
 

Aktuelle Informationen in Zusammenhang mit dem Coronavirus

Bayerisches Krippengeld - Informationen zu den Auswirkungen des Betretungsverbots in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege

Grundsätzlich gilt von Montag, den 16. März 2020, bis Sonntag, den 19. April 2020, ein Betretungsverbot für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege. Der Anspruch auf das Krippengeld bleibt hiervon grundsätzlich unberührt und wird weiter in der regelmäßigen Höhe gewährt.

Mit dem Krippengeld werden Eltern mit monatlich bis zu 100 Euro pro Kind bei den Elternbeiträgen für die Kinderbetreuung entlastet, wenn sie diese tatsächlich tragen. Für die Frage, ob trotz Betretungsverbot weiterhin Elternbeiträge zu entrichten sind, sind die Regelungen im jeweiligen Betreuungsvertrag bzw. der öffentlich-rechtlichen Gebührensatzung maßgeblich. Soweit trotz Betretungsverbot weiterhin in voller Höhe Elternbeiträge zu entrichten sind, wird das Krippengeld in der regelmäßigen Höhe weiter gewährt. Das Gleiche gilt, soweit aufgrund des Betretungsverbots in den Monaten März und/oder April 2020 keine Betreuung für den vollen Monat stattfinden kann und daher nur verringerte Elternbeiträge zu entrichten sind (maßgeblich bleiben die Regelungen im jeweiligen Betreuungsvertrag/Satzung). Denn in diesen Fällen wird ausnahmsweise derjenige Elternbeitrag zugrunde gelegt, der regelmäßig für den vollen Monat zu tragen ist (vgl. Art. 23a Abs. 7 Satz 3 Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz - BayKiBiG). Der Höchstbetrag von 100 Euro gilt auch für diese Rumpfmonate März und/oder April 2020.

Soweit aufgrund des Betretungsverbots keine Betreuung stattfindet bzw. in Folge dessen anteilig keine Elternbeiträge für die Kindertageseinrichtung oder Tagespflege zu entrichten sind, stellt dies keine relevante Änderung dar und muss daher ausnahmsweise auch nicht mitgeteilt werden.

Das vollständige Entfallen der Elternbeiträge für einen bzw. mehrere Monate und alle übrigen relevanten Änderungen, z. B. die Erstattung/Übernahme der Elternbeiträge durch andere öffentliche Stellen, sind weiterhin unverzüglich mitzuteilen. Sofern die Elternbeiträge für einen bzw. mehrere Monate vollständig entfallen, wird für die entsprechenden Monate kein Krippengeld gezahlt.

Weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus sind zu finden unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/index.php.

 

Allgemeine Informationen

Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres haben einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. In Kindertageseinrichtungen und Tagespflege werden Familien bei ihrem natürlichen Recht zur Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder unterstützt. Dabei dürfen Elternbeiträge keine Zugangshürde zur Erziehung und Bildung darstellen.

Damit die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes nicht aus finanziellen Gründen scheitert, werden bereits seit 1. April 2019 die Elternbeiträge für alle drei Kindergartenjahre vom Freistaat Bayern bezuschusst. Die Auszahlung des Beitragszuschusses erfolgt im Rahmen der kindbezogenen Förderung nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) direkt an die Gemeinden. Ein Antrag der Eltern ist nicht erforderlich.

Zusätzlich zum Beitragszuschuss für die gesamte Kindergartenzeit wird der Freistaat Bayern das Bayerische Krippengeld mit Wirkung ab dem 1. Januar 2020 einführen. Damit werden Eltern bereits ab dem ersten Geburtstag ihres Kindes mit monatlich bis zu 100 Euro pro Kind bei den Elternbeiträgen für den Besuch einer nach dem BayKiBiG-geförderten Einrichtung oder Tagespflege entlastet, wenn sie diese tatsächlich tragen. Das Krippengeld wird nur an Eltern gezahlt, deren Einkommen eine bestimmte haushaltsbezogene Einkommensgrenze nicht übersteigt.

Das Bayerische Krippengeld erhalten Eltern für ihre Kinder, die nach dem 1. Januar 2017 geboren und bereits ein Jahr alt sind. Neben den Eltern können auch Adoptionspflegeeltern und Pflegeeltern vom Krippengeld profitieren. Für die Gewährung ist ein Antrag erforderlich.

Serviceleistungen

  • Sie haben Fragen zum Krippengeld? Unter Häufige Fragen finden Sie wichtige Informationen und konkrete Antworten. Die Fragen sind nach Themen sortiert, so dass Sie schnell und unkompliziert die für Sie interessanten Antworten finden.
  • Ergänzend steht ein Servicetelefon unter 0931 32090929 zur Verfügung. Sie erreichen uns von Montag bis Donnerstag zwischen 8:00 Uhr und 16:00 Uhr, am Freitag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.