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Antrag auf Blindengeld  

Ausfüllanleitung zum Antrag (Internetfassung)

Antrag auf Taubblindengeld

Informationen zum Blindengeld

Fragebogen (bei laufendem Blindengeldbezug)
 

 

Informationen zum Antrag

Antragsform und Leistungsbeginn

Das Blindengeld muss schriftlich beantragt werden.

Der Anspruch auf Blindengeld entsteht mit dem ersten Tag des Monats, in dem die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, frühestens mit dem ersten Tag des Antragsmonats. Das Blindengeld wird monatlich im Voraus gezahlt. Es kann bereits ab Geburt zustehen, sofern im ersten Lebensmonat des Kindes Antrag gestellt und Blindheit nachgewiesen wird.

Wohnsitz

Blindengeld erhält nach den Bestimmungen des Bayerischen Blindengeldgesetzes, wer seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Bayern hat.

Ausländische Mitbürger mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Bayern haben Anspruch auf Blindengeld, wenn sie sich rechtmäßig im Geltungsbereich des Gesetzes aufhalten.

Blinden Menschen, die keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, die jedoch eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit in Bayern ausüben ("EU-Grenzgänger"), wird ebenfalls Blindengeld gewährt.

Taubblindengeld

Für Anträge auf Taubblindengeld, die nach dem 31. Dezember 2013 gestellt werden, entsteht dieser Anspruch mit dem Ersten des Monats, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind, frühestens mit dem ersten Tag des Antragsmonats.

Ausnahmsweise wird das Taubblindengeld für das Jahr 2013 ab dem Monat rückwirkend bezahlt, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind, wenn der Antrag bis 31. Dezember 2013 gestellt worden ist.
  

  

 
Anrechnung von Leistungen auf das Blindengeld

Ausschluss von Blindengeld

Kein Blindengeld erhalten Personen, die wegen der Blindheit Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz oder den Gesetzen, die seine entsprechende Anwendung vorsehen, wie zum Beispiel das Opferentschädigungsgesetz oder Soldatenversorgungsgesetz,erhalten. Dasselbe gilt für Blinde, die wegen der Erblindung Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder aus öffentlichen Kassen aufgrund gesetzlich geregelter Unfallversorgung oder Unfallfürsorge erhalten. 

Anrechnung zur Hälfte

Das Blindengeld wird nur zur Hälfte gezahlt, wenn sich die blinde Person in einem Heim oder in einer gleichartigen Einrichtung aufhält und die Kosten des Aufenthaltes ganz oder teilweise aus Mitteln öffentlich-rechtlicher Leistungsträger (zum Beispiel: Sozialhilfeträger, gesetzliche Krankenkassen, Pflegekassen oder Beihilfeträger) bestritten werden oder Leistungen der privaten Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden. 

Kürzung

Ab 1. Juli 2017 wird das Blindengeld gekürzt

  • auf 444,64 Euro, wenn die blinde Person Leistungen (Pflegegeld, Sachleistungen oder Kombinationsleistungen) nach Pflegegrad 2 aus der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung erhält. Derselbe Betrag steht ebenfalls zu, wenn blinden Menschen Leistungen wegen Pflegebedürftigkeit nach sonstigen inländischen oder nach ausländischen Rechtsvorschriften gewährt werden.
     
  • auf 410,15 Euro, wenn die blinde Person Leistungen nach Pflegegrad 3, 4 oder 5 erhält.

 

Der Anspruch auf Blindengeld entfällt mit Ablauf des Monats, in dem die Voraussetzungen weggefallen sind. Ein Wegzug aus Bayern ist daher unverzüglich mitzuteilen.

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Zusätzliche Hinweise

Schwerbehindertenausweis

Blindheit bedingt nach dem Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) einen Grad der Behinderung (GdB) von 100. Außerdem stehen bei Blindheit folgende Merkzeichen zu:

Einen entsprechenden Schwerbehindertenausweis stellt dieselbe Regionalstelle des ZBFS auf Antrag aus, die in der Blindengeldangelegenheit zuständig ist.

Ergänzende Blindenhilfe

Eine ergänzende Blindenhilfe nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch - Sozialhilfe - (SGB XII) können volljährige Blinde erhalten, die die Einkommens- und Vermögensvoraussetzungen des SGB XII erfüllen. Entsprechende Anträge können Sie bei der Bezirksverwaltung stellen, die für Ihren Wohnort zuständig ist.

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Ein behindertes Mädchen spielt mit Malfarben. Die Hände und Finger sind bunt, auch die Nasenspitze. Das Mädchen mit Down-Syndrom lacht in die Kamera.
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