Häufige Fragen zum Familiengeld

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das neue Familiengeld. Die Inhalte finden Sie auch im Infoblatt der Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. 

Die Angaben beruhen auf dem am 8. Mai 2018 vom Bayerischen Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf.

Was sind die Ziele des bayerischen Familiengeldes?

  •  Familien mit kleinen Kindern sollen finanziell kraftvoll unterstützt werden – damit sie in Bayern gut leben können und die Kinder beste Startchancen haben. Wir erkennen die Erziehungsleistung der Eltern an und Wertschätzung wird spürbar.
  • Dabei steht das bayerische Familiengeld für Wahlfreiheit
    • Alle Eltern erhalten diese Leistung, unabhängig davon, ob das Kind eine Krippe besucht oder nicht. So werden Familienentwürfe nicht gegeneinander ausgespielt, sondern alle Eltern erhalten bessere Unterstützung, vor allem für Erziehung und Bildung, egal wie sie ihr Leben und die Kinderbetreuung gestalten wollen. 
    • Denn Eltern wissen selbst am besten, ob sie das Geld für den Elternbeitrag in der Kita oder andere Förderangebote für ihr Kind ausgeben wollen.
  • Mit dem bayerischen Familiengeld bekommen Familien mit kleinen Kindern, die zwei Jahre Familiengeld beziehen, insgesamt mehr Geld als bisher mit dem Betreuungsgeld und dem Landeserziehungsgeld zusammen. 
  • Gerade auch einkommensschwächere Familien mit kleinen Kindern und Familien mit mehreren Kindern sollen profitieren.

Wer profitiert davon und in welcher Höhe?

  • Vom bayerischen Familiengeld werden künftig alle Eltern von ein- und zweijährigen Kindern profitieren.
  • Die Eltern werden mit 250 Euro pro Monat und Kind unterstützt. Ab dem dritten Kind gibt es 300 Euro monatlich. Das bedeutet bei Inanspruchnahme des vollen Bezugszeitraums von zwei Jahren insgesamt 6.000 bzw. 7.200 Euro.
  • Das Familiengeld wird unabhängig vom Einkommen gezahlt.

Ab wann soll es ausgezahlt werden?

  • Das bayerische Familiengeld soll zum 1. September 2018 starten.
  • Ab 1. September 2018 zahlt der Freistaat das bayerische Familiengeld für ca. 250.000 Kinder.

Muss ich das bayerische Familiengeld beantragen?

  • Wir machen es den bayerischen Familien so leicht wie möglich: Wer in Bayern Elterngeld beantragt und bewilligt erhalten hat, muss keinen Antrag stellen. Der Elterngeldantrag gilt zugleich auch als Antrag auf Familiengeld. Für 98 % der Eltern ist damit kein weiteres Tätigwerden erforderlich. Sie erhalten das Familiengeld automatisch ausgezahlt.
  • Für alle anderen wird es noch einen Online-Antrag auf der Website des Zentrum Bayern Familie und Soziales geben.

Wo erhalte ich genauere Informationen?

  • Das ZBFS hat ein Servictelefon eingerichtet, um Fragen rund um das Familiengeld zu beantworten. 
  • Sie erreichen das Servictelefon unter 0931 32090929 von Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr und freitags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Profitieren wirklich alle vom bayerischen Familiengeld?

  • Das Anliegen des Gesetzes ist ein echtes „Mehr“ für alle Familien, auch für Geringverdiener. Daher steht im Gesetzentwurf in Art. 1: "Das Familiengeld soll auf existenzsichernde Sozialleistungen nicht angerechnet werden." Das heißt: keine Anrechnung auf Hartz IV.
  • Die Gesamtleistung Familiengeld ist immer günstiger als das bisherige Betreuungsgeld und Landeserziehungsgeld zusammen. Damit auch in der Übergangsphase alle Eltern profitieren, gilt das Meistbegünstigungsprinzip: Es sichert, dass der monatliche Auszahlungsbetrag (z. B. Landeserziehungsgeld und Betreuungsgeld) für alle zumindest erhalten bleibt oder sich durch den Bezug von Familiengeld steigert.