Aktuelles

Mai 2019

Fachtag "Regligiös begründete Radikalisierung im  Kontext von Psychiatrie und Psychologie"

Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales veranstaltete am 27. September 2018 in Zusammenarbeit mit dem Amt für Maßregelvollzug einen Fachtag zum Thema "Religiös begründete Radikalisierung im Kontext von Psychiatrie und Psychologie". Die Dokumentation über den sehr erfolgreichen Fachtag finden Sie hier:

Fachtag Religiös begründete Radikalisierung im Kontext von Psychiatrie und Psychologie

 

Februar 2019

Miteinander statt Gegeneinander: Kooperation zwischen forensischen Kliniken und Angehörigen

Die Unterbringung in einer forensischen Klinik ist nicht nur für die untergebrachte Person sondern auch häufig für deren Angehörige eine Belastung. Sie stehen vor vielen neuen Fragen und Problemen.

Die Landesverbände der Angehörigen psychisch Erkrankter aus Bayern und Baden-Württemberg laden zum Austausch zum Thema und zur Verbesserung der Kommunikation und Kooperation am 15. Februar 2019 zu einer Tagung nach Günzburg ein.

Flyer zur Veranstaltung

 

GeBO – Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken
Pressemitteilung
Bayreuth, 15.06.2018

April 2018

Aktualisierter Bezugspflegestandard Bayern

Bereits 2007 hat der Arbeitskreis der Pflegedienstleitungen im Maßregelvollzug Bayern den Standard Bezugspflege in den bayerischen Maßregelvollzugseinrichtungen erarbeitet. Ziel ist es, die Bezugspflege als konsentierte Organisationsform in der forensisch-psychiatrischen Pflege zu definieren und in erster Linie strukturelle Rahmenbedingungen für die Bezugspflege festzulegen, die in den einzelnen Kliniken vor Ort mit spezifischen Inhalten ergänzt werden sollten. Der Standard wurde nun durch den Arbeitskreis aktualisiert.

Unter Bezugspflege versteht man ein patientenorientiertes Organisationsprinzip, bei dem jedem Patienten eine Bezugspflegekraft zugeordnet wird, die für seine zielgerichtete, individuelle Pflege verantwortlich ist. (Vgl. Müller-Isberner R., Born P., Eucker S., Eusterschulte B. (Hrsg.) 2017).

Bei der Überarbeitung war es von zentraler Bedeutung, den aktuellen pflegewissenschaftlichen Stand sowie die Erfahrungen aus den Kliniken zu berücksichtigen und den Standard inhaltlich orientierend weiterzuentwickeln. Durch den bayernweit gültigen Bezugspflegestandard wird die professionelle, kontinuierliche und alltagsbegleitende Beziehungsarbeit der Pflege auf ein gemeinsames Niveau gehoben und liefert so einen umfassenden Beitrag zur Einschätzung von Stärken und Schwächen der Patienten im Maßregelvollzug sowie zum frühzeitigen Erkennen von potentiellen Gefahrenquellen hinsichtlich der Therapie und der Sicherheit.

 

16.01.2018

Praktische Hinweise & Informationen für untergebrachte Personen im Maßregelvollzug

Die Aufnahme in einer Maßregelvollzugseinrichtung ist für die untergebrachten Personen ein einschneidendes Erlebnis. Daraus entstehen bei den Betroffenen viele Fragen. Das Amt für Maßregelvollzug im Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) hat erstmals eine Broschüre erstellt, die Antworten auf diese Fragen gibt.

Die Infobroschüre „Hinweise für untergebrachte Personen im Maßregelvollzug“ vermittelt allgemeine Informationen zum Maßregelvollzug in Bayern und fasst in vereinfachter und verständlicher Form die wesentlichen Rechte und Pflichten während der Unterbringung zusammen.

„Die Hinweise sollen einen weiteren Beitrag zu mehr Transparenz leisten. Ich verbinde damit die Erwartung, dass mit einer umfassenden Information der untergebrachten Personen das Miteinander und die Kommunikation im therapeutischen Prozess gestärkt und die Therapie im Maßregelvollzug gefördert wird.“, so Dr. Dorothea Gaudernack, Leiterin des Amts für Maßregelvollzug.

Die Broschüre entstand in Zusammenarbeit mit im Maßregelvollzug Beschäftigten aber auch mit Patienten.

Aktuell erhalten die untergebrachten Personen der bayerischen Maßregelvollzugseinrichtungen sowie alle neu aufgenommene Personen diese Hinweise.

                                                                  

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration 
Pressemitteilung  
München, 27.November 2017

Eröffnung der ersten bayerischen Jugendforensik in Regensburg

Der Freistaat hat 40 Millionen Euro in den Neubau einer Jugendforensik und die Erweiterung der Erwachsenenforensik in Regensburg investiert – am Montag, den 27. November wurde die neue Einrichtung feierlich eröffnet. „Die Jugendforensik in Regensburg ist ein besonders wichtiger Baustein im Maßregelvollzugsangebot des Freistaats Bayern“, betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller, „hier können wir Jugendliche mit psychischen Problemen gerade auch dann optimal versorgen, wenn sie straffällig geworden sind.“

Forensik-besichtigung
Dr. Dorothea Gaudernack (ZBFS-Amt für Maßregelvollzug), Sozialministerin Emilia Müller, Dr. Michael Hübsch (Referatsleiter Sozialministerium) und Bezirkstagspräsident Franz Löffler lassen sich vom kommissarischen Leiter der Jugendforensik, Dr. Christian Schlögl, die Einrichtung zeigen. Bild:medbo

Der Neubau der Jugendforensik umfasst 20 Plätze. Die Behandlung der jungen Menschen verfolgt neben der Therapie der psychischen Erkrankung einen pädagogischen Ansatz aus Erziehung und Bildung. Damit werden den Jugendlichen und Heranwachsenden Perspektiven in Aussicht gestellt und Angebote gemacht, um sie optimal auf ein straffreies Leben vorzubereiten. Das Ärzteteam ist besonders qualifiziert für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Jugendpsychiater und Forensiker).

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Besichtigung der modernen Arbeitstherapiewerkstatt. Bild:medbo

Franz Löffler, der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, betonte anlässlich der Einweihung: „Unser Hauptanliegen ist, forensische Patienten wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Wir möchten die positive Arbeit mit den Patienten der Erwachsenenforensik fortsetzen und die Jugendforensik ebenso erfolgreich machen.“