Aktuelles

16.01.2018

Praktische Hinweise & Informationen für untergebrachte Personen im Maßregelvollzug

Die Aufnahme in einer Maßregelvollzugseinrichtung ist für die untergebrachten Personen ein einschneidendes Erlebnis. Daraus entstehen bei den Betroffenen viele Fragen. Das Amt für Maßregelvollzug im Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) hat erstmals eine Broschüre erstellt, die Antworten auf diese Fragen gibt.

Die Infobroschüre „Hinweise für untergebrachte Personen im Maßregelvollzug“ vermittelt allgemeine Informationen zum Maßregelvollzug in Bayern und fasst in vereinfachter und verständlicher Form die wesentlichen Rechte und Pflichten während der Unterbringung zusammen.

„Die Hinweise sollen einen weiteren Beitrag zu mehr Transparenz leisten. Ich verbinde damit die Erwartung, dass mit einer umfassenden Information der untergebrachten Personen das Miteinander und die Kommunikation im therapeutischen Prozess gestärkt und die Therapie im Maßregelvollzug gefördert wird.“, so Dr. Dorothea Gaudernack, Leiterin des Amts für Maßregelvollzug.

Die Broschüre entstand in Zusammenarbeit mit im Maßregelvollzug Beschäftigten aber auch mit Patienten.

Aktuell erhalten die untergebrachten Personen der bayerischen Maßregelvollzugseinrichtungen sowie alle neu aufgenommene Personen diese Hinweise.

 

                                                                        

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration 
Pressemitteilung  
München, 27.November 2017

Eröffnung der ersten bayerischen Jugendforensik in Regensburg

Der Freistaat hat 40 Millionen Euro in den Neubau einer Jugendforensik und die Erweiterung der Erwachsenenforensik in Regensburg investiert – am Montag, den 27. November wurde die neue Einrichtung feierlich eröffnet. „Die Jugendforensik in Regensburg ist ein besonders wichtiger Baustein im Maßregelvollzugsangebot des Freistaats Bayern“, betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller, „hier können wir Jugendliche mit psychischen Problemen gerade auch dann optimal versorgen, wenn sie straffällig geworden sind.“

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Dr. Dorothea Gaudernack (ZBFS-Amt für Maßregelvollzug), Sozialministerin Emilia Müller, Dr. Michael Hübsch (Referatsleiter Sozialministerium) und Bezirkstagspräsident Franz Löffler lassen sich vom kommissarischen Leiter der Jugendforensik, Dr. Christian Schlögl, die Einrichtung zeigen. Bild:medbo

Der Neubau der Jugendforensik umfasst 20 Plätze. Die Behandlung der jungen Menschen verfolgt neben der Therapie der psychischen Erkrankung einen pädagogischen Ansatz aus Erziehung und Bildung. Damit werden den Jugendlichen und Heranwachsenden Perspektiven in Aussicht gestellt und Angebote gemacht, um sie optimal auf ein straffreies Leben vorzubereiten. Das Ärzteteam ist besonders qualifiziert für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Jugendpsychiater und Forensiker).

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Besichtigung der modernen Arbeitstherapiewerkstatt. Bild:medbo

Franz Löffler, der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, betonte anlässlich der Einweihung: „Unser Hauptanliegen ist, forensische Patienten wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Wir möchten die positive Arbeit mit den Patienten der Erwachsenenforensik fortsetzen und die Jugendforensik ebenso erfolgreich machen.“